demokratische autonomie in nordkurdistan Rätebewegung, Geschlechterbefreiung und Ökologie in der Praxis

demokratische autonomie in nordkurdistan

3.6.1 die friedensmütter

„Mütter kommt, lasst uns Mütter gegenseitig an der Hand nehmen, lasst uns verhindern, dass unsere Kinder weiter sterben, sodass wir nicht mehr weinen müssen. Lasst uns dafür kämpfen, das Töten zu beenden.“

Die Friedensmütter, eine Initiative von Müttern kurdischer Guerillakämpfer_innen, aber auch kurdischer Soldat_innen, haben es sich zum Ziel gesetzt, mit allen ihren Möglichkeiten gegen das Fortdauern des Krieges und für eine politische Lösung zu kämpfen. Sie setzen sich nicht nur für Frieden ein, sie stehen exemplarisch für ein ständiges dialogisches Engagement sowie für die Demokratisierung der Türkei. Die Initiative der Friedensmütter setzt sich für eine Beendigung der kriegerischen und blutigen Auseinandersetzungen in der Türkei ein. Trotz ihrer Erfahrungen mit der Vertreibung aus den eigenen Dörfern und dem Tod vieler Familienangehörigen, begrüßen sie die immer wieder ausgerufenen einseitigen Waffenstillstände der PKK. Durch zahlreiche Aktionen, Besuche bei politischen Verantwortlichen in der Türkei und der gesamten Welt, Gespräche mit Intellektuellen, Schriftsteller_innen und Künstler_innen den Kontakt mit Frauenvereinen aus der gesamten Türkei und die Herausgabe ihrer Zeitschrift „Peace“ machen sie auf ihr Anliegen und die „kurdische Tragödie“, wie sie die Situation selbst nennen, aufmerksam. Über Jahre hinweg versammelten sich die Friedensmutter auf einem zentralen Platz in Istanbul und demonstrierten dort. Sie wurden dabei, wie auch bei ihren Gesprächsversuchen mit türkischen Politiker_innen oder Armeeangehörigen, nicht selten brutal von Polizist_innen geschlagen, verhaftet und gefoltert. Das hindert die Mitglieder der Gruppe allerdings nicht an der Fortsetzung ihrer Friedensinitiativen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Militäroperationen gegen die kurdische Freiheitsbewegung und der permanenten Bombardierungen greifen sie auch zu Mitteln des zivilen Ungehorsams. So versuchten sie, als lebende Schutzschilde ins Kriegsgebiet zu ziehen oder Parteibüros, Straßen und ähnliches zu besetzen. Im Herbst letzten Jahres gingen sie trotz Beschuss des Militärs und der Gendarmarie über die türkisch-irakische Grenze, um die Körper von gefallenen Guerilleros und Guerilleras zu bergen. Aufgrund ihrer Aktionen sind sie permanent von Repression bedroht, viele von ihnen sind mittlerweile in türkischen Gefängnissen.

Forderungen der Friedensmütter

1. Sofortiger Stopp aller militärischen Aktionen, um das Leben ihrer Kinder zu schützen
2. Gewährung und Umsetzung des Rechtes auf Bildung in und Nutzung von den Muttersprachen aller Bevölkerungsgruppen
3. Umsetzung der Presse- und Meinungsfreiheit als Bedingung für Demokratie und Toleranz
4. Generalamnestie für alle politischen Gefangenen und die noch in den Bergen befindlichen Einheiten der Guerilla als Voraussetzung für Frieden
5. Aufhebung des Dorfschützersystems
6. Rückkehrrecht für Vertriebene in ihre Dörfer
7. Beendigung der Repressionen gegen zivilgesellschaftliche Organisationen als Voraussetzung für Demokratisierungsprozesse
8. Juristische Aufarbeitung von Folter, Vergewaltigungen und Morden
9. Aufklärung aller Fälle von der unter Haft „Verschwundenen“
10. Beendigung der Waffenlieferungen aus Europa

Wir trafen die Initiative der Friedensmütter im Oktober 2011 zu einem Gespräch in Amed (Diyarbakιr) und führten folgendes Interview:

Könntet ihr kurz von eurer Arbeit berichten und euch vorstellen?
Wir Friedensmütter möchten aktiv den Krieg stoppen, damit keine Menschen mehr sterben und keine Mutter mehr leiden muss. Deswegen gehen wir auch direkt an Brennpunkte, um zu zeigen, dass wir das, was da gerade passiert, nicht wollen.

„Wir sind selbst Mütter und die meisten von uns Friedensmüttern haben selbst Kinder verloren in diesem Krieg, ob als Guerillakämpferin oder Soldat. Wir weinen um jede_n Gefallene_n, ob nun Kurd_in oder Türk_in.“

Keine Mutter möchte, dass ihr Kind eine Waffe in die Hand nimmt. Deshalb wünschen wir uns auch mehr Unterstützung von den türkischen Müttern und suchen den Kontakt zu ihnen. Die Kurd_innen und vor allem die Friedensmütter zeigen der ganzen Türkei, sowohl dem Staat als auch der Bevölkerung, dass sie für Frieden einstehen. Indem wir beispielsweise als lebende Schutzschilde bereitstehen, zeigen wir, dass wir für den Frieden sogar unser Leben riskieren, mit unseren Kindern bereit sind zu sterben. Es liegt auf der Hand, wer hier wirklich den Krieg beenden möchte.
Ich verstehe die Polizist_innen heutzutage nicht. Mittlerweile sind nicht nur die türkischen Polizist_innen so zu den Kurd_innen, sondern auch die im Ausland, in Europa. Ich befürchte ein Bündnis! Man möchte meinen, diese Polizist_innen hätten ihre Ausbildung alle an derselben Stelle erhalten.

„Wir werden behandelt wie Kriminelle und werden ständig gefangengenommen, egal ob wir nun für den Frieden demonstrieren!“

Wir wünschen uns mehr internationale Hilfe. Wenn Erdoğan oder der türkische Staat vom Ausland Unterstützung fordert, beispielsweise militärische, dann erhalten sie diese. Wenn aber ein Kurde oder eine Kurdin im Ausland versucht, etwas für die kurdische Sache zu tun, dann wird er bzw. sie sofort gestoppt. Für uns ist der Mensch Mensch! Wir wollen nicht, dass irgendeine Mutter leidet oder ihr Kind verliert. Ich habe gestern in den Nachrichten gesehen, dass Hunderte neue Särge vorbereitet wurden. Für wen wurden diese Särge denn vorbereitet? Es werden deine Kinder und meine Kinder darin landen. Es leben zehntausende Kurd_innen in Europa, diese Leute haben ihre vertraute Umgebung nicht zum Spaß verlassen. Sie haben durch die Flucht in ein fremdes Land so viel Leid ertragen müssen. Die meisten hatten hier genug Hab und Gut, sie mussten alles hinter sich lassen, keiner möchte für so eine lange Zeit weg von seiner Heimat.

„Fragen sich die Europäer_innen nicht, warum die Kurd_innen zu ihnen geflüchtet sind?“

Ich frage euch, ist in eurem Land der Einsatz von chemischen Waffen erlaubt? Wenn sie die Bomben so von oben abwerfen und die Menschen unten verbrennen und ersticken lassen, dann werden die Toten auch noch verstümmelt und ihnen werden die Augen und Ohren heraus geschnitten. Ist es erlaubt in Europa, dass man einer Gefangenen heißes, schmelzendes Plastik auf ihren Körper gießt? Mit solchen Dingen sind wir hier konfrontiert. Aber obwohl es bei euch als verwerflich und unmenschlich angesehen wird, schweigen die Europäer_innen zu diesen Aktionen der Türkei, über die sie eigentlich ganz genau Bescheid wissen. Sie verkaufen diese Waffen sogar noch an die Türkei!

Woher kam die Idee der lebenden Schutzschilde? Was waren die Ziele und wie hat man auf euch Mütter als lebenden Schutzschilde reagiert?
Die Idee der lebenden Schutzschilde kam von uns Müttern. Wir saßen, nachdem die Luftangriffe der Türkei gestartet wurden, zusammen und haben überlegt, was wir tun können. Jede Mutter hat zunächst ihre Ideen kundgegeben. Die ersten kleinen Versuche der lebenden Schutzschilde hatten wir bereits einmal im Jahr 2003 und einmal 2007 gestartet. Die Idee ist entstanden, weil wir den Krieg nicht länger ertragen konnten. Wir haben jeden Morgen in unseren Wohnungen die Kampfjets des türkischen Militärs starten gehört und jedes Mal sind wir vor Angst fast selbst umgekommen, weil wir befürchteten, dass unsere Kinder ums Leben kommen.

„Wir wollten den Krieg beenden, uns war egal, ob wir durch die Kugel eines Soldaten oder durch die eines Guerilleros getroffen werden.“

Wissen Sie, mein Sohn ist zurzeit beim türkischen Militär und genau im Krisengebiet von Çukurca [Kurdisch: Çelê] stationiert. Er kam letzte Woche nur knapp mit dem Leben davon. Wir sagen immer, dass auch Soldat_innen unsere Kinder sind! Wir wollten also, indem wir uns in dieses Kriegsgebiet begaben, die beiden Parteien dazu zwingen, einen Waffenstillstand einzulegen und zu Verhandlungen zusammen zu kommen. Wir wussten, dass wir präsent sein müssen um gesehen zu werden und uns Gehör zu verschaffen, denn von hier aus haben die Aktionen zu wenig Gewicht. An der Grenze angekommen wurden wir direkt von Soldaten und Polizist_innen eingekesselt, man hat uns mit Panzern umzingelt. Wir durften nicht weitergehen, deshalb haben wir sofort einen Sitzstreik an Ort und Stelle begonnen. Es kamen der Gouverneur und die Gendarmerie zu uns. Sie haben uns einzeln befragt, warum wir da sind und was unsere Pläne und Ziele sind. Wir haben ihnen erzählt, dass wir für den Frieden gekommen sind und uns als lebende Schutzschilde zwischen beide Parteien stellen. Wir wurden trotzdem nicht weitergelassen. Es kam die Presse, also einige Zeitungen und Reporter von Roj TV1. Wir haben mit ihnen geredet und erklärt, warum wir da sind. Als sich herumsprach, dass wir Mütter an der Grenze sind und nicht weitergelassen werden, bekamen wir täglich an die 1.000 Besucher_innen, wobei alle kamen und gingen, also nicht dauerhaft mit uns saßen. Wir sind von Amed aus mit vier Kleinbussen voller Friedensmütter losgefahren, aber bis wir an der Grenze ankamen, waren wir schon an die tausend Menschen. Es wurde nicht zugelassen, dass wir Essen oder sauberes Wasser zum Waschen bekommen. Auch die Presse wurde auch die meiste Zeit von uns ferngehalten. Das Ganze ging so zehn Tage lang. Einige Mütter sind dann nach Kandil2 und haben dort andere Mütter und Familien besucht, die auch ihre Kinder und Verwandte im Krieg verloren haben. Man hat ihnen gezeigt, dass sie nicht alleine sind und das Beileid ausgedrückt. Übrigens haben wir an dem Ort, an dem wir nicht weitergelassen wurden, also am Grenzposten Habur, Minen gefunden. Wir haben diese Minen, mit den Mitteln, die wir hatten, gesucht und mit den Händen ausgegraben, damit kein Ahnungsloser darüber läuft.

Polizei eröffnet Feuer auf die kurdische Abgeordnete Aysel Tuğluk3 bei einer Aktion der Friedensmütter.

Wir haben auch schon schlimmeres erlebt bei den Friedensmüttern, als wir z. B. zuletzt als lebende Schutzschilde agiert haben, gab es einen Mordversuch auf Aysel Tuğluk. Ein junger Mann direkt neben ihr bewegte sich genau in der Sekunde auf Tuğluk zu, die Gasgranate traf ihn statt Tuğluk. Wir wissen, dass der junge Mann noch am selben Morgen sagte: „Ich will auch als lebendes Schutzschild für das Ende des Krieges einstehen.“ Dieser junge Mann kam um das Blutvergießen zu beenden und starb selber durch einen hinterhältigen Mordversuch. Sie wollen unsere Köpfe auslöschen.

Wann wurden die Friedensmütter ins Leben gerufen? Wo sind die Hauptsitze? Wie vernetzt ihr euch?
1999 haben sich die ersten Friedensmütter in Istanbul zusammengeschlossen, 2001 dann auch in Amed. Wir wollten uns als Verein bzw. Organisation eintragen lassen, als „Friedensmütter“ wurde der Verein jedoch von den Behörden nicht zugelassen. Deshalb mussten wir uns als „Friedenszeitschrift“ anmelden, wir sind jedoch der Zusammenschluss der Friedensmütter. Im türkischen Teil gibt es nur in Izmir und Istanbul Sitze der Friedensmütter. Im Osten der Türkei sind es sechs weitere Sitze. Jede Friedensmutter ist sofort dabei und bereit, sobald wir eine Aktion machen. Der Haushalt, die Kinder, der Mann, alles wird liegengelassen, wenn es eine Eilaktion gibt. Denn es gibt für uns nichts Wichtigeres als den Frieden.

„Die kurdische Mutter denkt heute ganz anders, weil sie andauernd damit konfrontiert ist, ist sie politischer geworden und denkt politischer. Sie setzt neue Prioritäten.“

Meine Tochter hat vor elf Jahren versucht, sich selbst zu verbrennen. Ich habe damals mit ihr geschimpft und gefragt, warum sie sich umbringen muss. Ich habe ihr gesagt, dass sie, wenn sie Widerstand leisten will, auf anderem Weg mehr erreichen könnte. Meine Tochter sagte damals, dass diese Ungerechtigkeit, dieser Friedenswille und der Widerstand sehr schwer zu ertragen sind. Ich habe sie damals gefragt, wie ich denn mit ihrem Tod hätte klar kommen sollen, ob sie nicht mal an mich gedacht hätte. Sie sagte, ich wäre nicht die einzige Mutter, die so etwas durchmachen müsste. Ich müsse für meinen Teil zusehen, was ich für den Frieden tun könne. Nun boykottieren die kurdischen Kinder seit fünf Tagen die Schule. Auch ich schicke meinen kleinen Sohn seit fünf Tagen nicht zur Grundschule. Wir fordern nichts Großes. Wir sagen nur, dass es das Recht eines jeden Kindes ist, auch in seiner Muttersprache unterrichtet zu werden. Wir wollen nicht, dass unsere Kinder sich irgendwann dem Staat widersetzen. Wir wollen nur, dass der Staat sieht, wir schweigen nicht und wollen unsere Rechte. Mein dreijähriger Enkel fragte mich vor wenigen Tagen, als ich ihn am Balkon hochhob, ob er einen Stein auf den Polizeipanzer werfen solle. Ich fragte ihn entsetzt, warum er so etwas tun würde, der Polizist sei doch auch wie ein Onkel für ihn. Daraufhin erzählte mir mein dreijähriger Enkel, dass er im Fernsehen gesehen hat, wie die Polizei einen kleinen Jungen erschossen hat. Er sagte zu mir: „Wenn die auf uns schießen dürfen, dann dürfen wir auch mit Steinen auf sie werfen!“ Was kann ich diesen Kindern sagen, die mit eigenen Augen sehen, was für eine Ungerechtigkeit ihnen von staatlicher Seite widerfährt? Ich habe meinem Enkel gesagt: „Du wirfst gefälligst nicht mit Steinen auf die Polizei, es ist nicht jeder Polizist so, wie diejenigen, die du da im Fernseher gesehen hast!“ Wir wollen doch keine Rache, wir wollen, dass dieser Krieg und diese Ungerechtigkeit ein Ende finden.

Wer überlegt sich diese Aktionen? Wie fällt ihr eure Entscheidungen? Gibt es eine Vorsitzende? Gibt es regelmäßige Sitzungen und Treffen?
Die Sitzungen finden spontan statt. Immer dann, wenn eine Mutter eine neue Idee für eine Aktion hat oder die aktuelle politische Lage unserer Meinung nach ein Handeln erfordert, dann kommen wir zusammen. Es sind also Eil- und Spontanversammlungen. Wir sind 30 Friedensmütter in Amed und wenn wir solch eine Versammlung einberufen, dann erscheinen wirklich auch alle Mütter. Jede Mutter sagt dann, was für eine Aktion sie sich vorstellt oder welche Ideen und Sorgen sie hat. Dann stimmen wir in der Runde mehrheitlich über die verschiedenen Ideen ab und die Idee mit den meisten Stimmen versuchen wir dann umzusetzen. Es gibt keinen Vorsitz, alle Mütter haben dieselben Rechte und können sich gleichermaßen in die Arbeiten einbringen. Wenn es jedoch darum geht, Presseerklärungen zu halten oder Interviews zu geben, entscheiden wir unter uns, wen wir für welche Aufgabe am geeignetsten halten. Wenn diese Mutter die Aufgabe dann annimmt, erledigt sie sie einmalig. Für den nächsten Termin wird wieder von Neuem eine Mutter ausgewählt.

Wie seht ihr eure Arbeit im Zusammenhang mit dem Projekt der Demokratischen Autonomie?
Zur Demokratischen Autonomie kann ich sagen, dass wir selbst das ganze System, die ganze Ideologie, Schritt für Schritt kennenlernen und versuchen sie von unten her anzuwenden. Wir werden insbesondere vom DTK unterstützt. Es gibt verschiedene Kommissionen im Rahmen der Verwirklichung der autonomen Selbstverwaltung und wir sind als Friedensmütter auch ein Teil des Ganzen, versuchen unsere Aufgaben selbst in die Hand zu nehmen. Das Ganze hat vor zwei Monaten begonnen [gemeint ist die Ausrufung der Demokratischen Autonomie], daher ist es für uns auch noch alles ziemlich neu. Wir befassen uns erst seit zwei Monaten intensiv mit diesem Reformversuch. Wir haben endlich eingesehen, dass wir mit unseren Problemen und Sorgen nicht mehr zur Polizei oder zu irgendeiner staatlichen Institution gehen können, da der Staat derjenige ist, der uns unterdrückt und uns die meisten Probleme und Ungerechtigkeiten auferlegt. Deshalb möchten wir in unserer Gesellschaft unsere Probleme selbst lösen und uns selbst um uns kümmern. Das Ganze braucht nun mal seine Zeit, aber wir gehen Schritt für Schritt vor und ich denke wir werden auch erfolgreich sein.

Habt ihr noch Fragen oder möchtet ihr uns noch etwas mitteilen?
Wir haben keinen Wunsch außer dem, dass endlich Frieden sein soll. Wir wollen, dass jeder, der ein Gewissen hat, sich für den Frieden einsetzt und etwas macht. Wir sind alle Mütter, ob Türkin oder Kurdin, unsere Hautfarbe ist vielleicht nicht gleich, unsere Sprache ist vielleicht nicht die Gleiche, aber die Tränen, die wir vergießen, sind dieselben.

„Als wir Kurd_innen damals die Osmanen bei dem Genozid gegen das Armenische Volk unterstützt haben, meinten die Armenier_innen zu uns: Tut das nicht, helft ihnen nicht, denn wenn wir das Frühstück sind, seid ihr bald das Abendessen!“

Wir fordern die internationalen Medien dazu auf, auf die Unterdrückung der Kurd_innen aufmerksam machen und über unser Leid berichten. Und ich appelliere an alle Europäer_innen, zur heutigen Situation der Kurd_innen nicht zu schweigen.

  1. Prokurdischer Fernsehsender, der mittlerweile verboten ist. []
  2. Umkämpfte Bergregion in Südkurdistan (Nordirak) nahe der irakisch-iranischen Grenze etwa 100 Kilometer südlich der Türkei. []
  3. Kurdische Politikerin und Co-Vorsitzende des Demokratischen Gesellschaftskongress (DTK). []

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